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Frauen stärken Frauen – Netzwerken will gelebt sein.

  • On 28. Juli 2022

Das gegenseitige Fördern und Empfehlen bringt Frauen weiter. Und damit auch den Betrieb oder das Unternehmen

Warum Solidarität unter Frauen erfolgsentscheidend ist

Es gibt eine besondere Abteilung in der Hölle. Für Frauen, die anderen Frauen nicht helfen.“ Dieser Satz stammt von Madeleine Albright, der ehemaligen US-Außenministerin. Er ist so wahr wie revolutionär. Sollen Frauen etwa eine Frau fördern, nur weil sie eine Frau ist? Ja. Ist das nicht sexistisch und politisch inkorrekt, wenn nicht die Leistung zählt, sondern das Geschlecht? Nein. Männer tun das seit Jahrzehnten und hier nennt es sich Seilschaften bilden. Wenn Frauen in wichtige Positionen gelangen, dann selten über das „herabhängende Seil“ eines Mannes. Männer hiefen Gleichgesinnte – Männer – nach oben. Da wissen sie genau, wer mit ihnen am Tisch sitzt, sie wissen, worüber sie abends in der Hotellobby unter Männern reden werden und können sich darauf verlassen, dass der so geförderte Mann beim nächsten Karriereschritt eine Sprosse freihält.

Es ist eine traurige Wahrheit, dass Frauen ihren kommunikativen Vorteil, ihre Beziehungskompetenz viel zu selten für sich selbst und ihr persönliches Weiterkommen nutzen. Es scheinen kollektive Glaubenssätze zu existieren, die den gegenseitigen Tausch von Einfluss und Leistung zum NoGo erklären. Frauen empfinden es oft als unmoralisch einen persönlichen Vorteil aufgrund einer Empfehlung zu erhalten. Oder gar um solch eine Empfehlung zu bitten. Immer noch gehen Frauen davon aus, dass sie, wenn sie ihre Arbeit kompetent und schnell erledigen, als beförderungsfähig wahrgenommen werden. Die Erfahrung spricht eine andere Sprache. Ohne ein Netzwerk von Förderern und Fördererinnen kann frau so ihr ganzes Berufsleben auf der Stelle treten.

Was braucht es also? Ein Bewusstsein darüber, dass Frauen, die sich gegenseitig unterstützen – ganz egal, ob sie sich sympathisch sind oder nicht, eine große Kraft entwickeln können. Frauen sprechen dieselbe Sprache, haben ähnliche Herausforderungen hinsichtlich Karriere und Familie zu bewältigen und auch sehr schnell eine emotionale Ebene. Wenn sie sich zusammentun und sich fördern, loben, empfehlen, was das Zeug hält, dann werden sie nicht nur sichtbarer, sie stärken auch ihr Selbstvertrauen. Denn da gibt es eine zweite ungesunde Einflüsterung, die sich hartnäckig im mindset der Frau hält und die für so manchen Knick im Selbstwertgefühl sorgt: Ich muss es alleine schaffen! Wer hat sich nur diesen Schachzug ausgedacht? Vielleicht jemand, der ahnte, dass Frauen, die gemeinsame Sache machen eine ganze Menge bewirken können, für sich selbst aber auch auf der großen Bühne. Alleine ist weder Frau noch Mann so gut wie mit gebündelter Frauen- oder Manneskraft. Also, liebe Frauen: werft die Netze aus!

Britta Strebin ist seit vielen Jahren Trainerin für Führungskräfte und Kommunikationstrainerin im privaten und öffentlichen Sektor. Ihren Schwerpunkt setzt sie auf Women Empowerment und unterstützt als Coach und Beraterin Einzelpersonen, Behörden und Unternehmen in ihrem Prozess, weibliche und männliche Potenziale zu verbinden.

Autorin: Britta Strebin

*Die Beschreibung als „Frau“ und „Mann“ beinhaltet auch männlich/weiblich gelesene Personen.

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